Hundefutter aufwerten – 10 Tipps

Hundefutter aufwerten - jede Mahlzeit sollte alles enthalten …

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Wenn uns Menschen ein Ernährungsexperte erzählt, dass wir uns gesund ernähren, wenn wir nur noch Fertigprodukte kaufen und essen sollen, glauben wir das nicht.
Genauso verhält es sich mit Hundefutter. Auch Hunde brauchen abwechslungsreiche und auch frische Nahrung. Hochwertiges, konserviertes Hundefutter muss aber deshalb nicht vom Speiseplan verschwinden. Und wenn einmal eine nicht ganz so hochwertige Mahlzeit dazwischen ist, ist es auch nicht gleich gesundheitsschädlich. Wir überleben ja auch die Besuche bei McDonalds & Co. Wie kann man also das Hundefutter aufwerten?

Hundefutter aufwerten - es muss nicht immer BARF sein

Natürlich ist eine komplett frische Ernährung am gesündesten – wie bei uns ja auch. Aber oftmals fehlt einfach die Zeit oder manchmal auch das Geld.
Wer beim Hundefutter viel auf Dose & Trockenfutter zurückgreift, sollte ein paar Mahlzeiten pro Woche am einfachsten durch fertige Frischfutter-Menüs ersetzen.

Aber auch eine Mischung aus allem ist einfach und schnell möglich:
Ein paar Dinge gilt es zu beachten und man kann mit wenig Aufwand die konservierte Nahrung mit frischen Produkten aus der eigenen Küche aufwerten. Dabei geht es darum, den Hund zusätzlich mit frischen Vitaminen und Nährstoffen inklusiven deren Begleitstoffe wie Enzyme, Fett- und Aminosäuren zu versorgen.

Unsere Tipps zum Aufwerten von Fertig-Hundefutter haben den Anspruch nicht viel Arbeit zu verursachen und nutzen Zutaten, die in den meisten Haushalten zum Kochen verwendet werden.

Was kann man unter Nassfutter und Trockenfutter mischen?

Was vorher beachtet werden sollte:

• Deklaration des Hundefutters lesen!
Ein Fleischanteil von 50% sollte mindestens enthalten sein. Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe werden für die Konservierung zugesetzt und sind synthetisch hergestellt. Insbesondere Hunde mit Futtermittelunverträglichkeiten sollten Hundefutter ohne Konservierungsmittel bekommen.

• Die frische Aufwertung nicht mit Trockenfutter mischen!
Trockenfutter verweilt wesentlich länger im Magen. Da aber die Nährstoffe erst im Darm aufgenommen werden und frische Nahrung schneller den Magen passiert, würden die gewünschten Nährstoffe bei einer Mischung der unterschiedlichen Fütterungskomponenten vernichtet. Dem Hund am besten in diesem Fall eine frische Mahlzeit oder einen kleinen Zwischensnack füttern.

• Sorten & Marken variieren!
Jedes Hundemenü hat eine andere Zusammensetzung. Der Hund braucht nicht alle Nährstoffe in einer Mahlzeit. Er braucht alle Nährstoffe über Wochen und Monate verteilt – genau wie wir Menschen. Wäre es anders, würden wir uns ja auch nur noch von Astronautennahrung ernähren.

Wie kann ich Hundefutter aufpeppen?

10 Tipps, um einfach Hundefutter aufzuwerten

1. Suppengemüse:

Schalen (Karotten, Sellerie, Kartoffel), die beim Kochen übrigbleiben, in einen kleinen Topf und gar köcheln. Zum Schluss die Petersilienabschnitte hinzugeben.
Kurz pürieren oder mit einem Gemüsestampfer quetschen, ein Schuss Öl (Sonnenblumenöl, Rapsöl, Distelöl, Leinöl, Olivenöl, Kürbiskernöl o.ä.) hinzugeben. Nicht mitgefüttert werden sollten: Lauch und Zwiebeln

2. Herbst = Kürbiszeit:

Reste vom Kürbis mit Schale in einem kleinen Topf garkochen. Ein paar Kürbiskerne sollten ruhig mit Schale dabei sein. Ein bisschen frischen Ingwer hinzufügen sowie einen Spritzer Sahne oder Öl. Anschließend pürieren. Wenn nicht püriert wird, sondern nur gestampft sollten vorm Kochen die Kürbiskerne entfernt werden.

3. Weißkohl:

Blätter, die beim Kochen nicht verwendet werden in einen Extra-Topf, einen Teelöffel Kümmel hinzufügen und garkochen. Die Blätter mit dem Kümmel pürieren, ein Stückchen Butter oder Schmalz hinzufügen. Das gleiche Rezept funktioniert auch mit Rotkohl und Rosenkohl.

4. Braune Banane:

Auch wenn Ihr die matschige, braune Banane nicht mehr essen möchtet, Euer Hund wird sie toll finden: Banane mit der Gabel zerquetschen, Quark hinzugeben, ½ Teelöffel Apfelessig und einen Schuss Öl. Wenn vom Backen ein paar geriebene Haselnüsse übrig sind, darüber streuen.

5. Frische Kräuter:

Beim Kochen mit frischen Kräutern bleiben immer Reste übrig. Diese können mit übrig gebliebenen Karotten, Kartoffeln, Reis (auch ungezuckerter Milchreis) oder Quark, Joghurt oder Hüttenkäse fein gehackt oder püriert gegeben werden. Das geht natürlich auch mit den anderen Rezepttipps.

6. Im Gewürzregal

Mit Sicherheit finden sich in Eurem Gewürzregal wertvolle getrocknete Kräuter wie Thymian, Oregano, Kümmel und Rosmarin. Einen Teelöffel mit einem Schluck kochendem Wasser überbrühen. Nach 15 Minuten Ziehzeit einfach unter das Futter mischen.

7. Kräutertee

Auch unseren Hunden bekommen Kräutertees sehr gut. Einfach mal in den Vorräten schauen. Aufbrühen nach Anleitung, einen halben Teelöffel Honig hinzugeben. 50ml der Tasse unter das Futter oder mit Joghurt/ Quark oder gekochtem Gemüse mischen und dadurch das Hundefutter aufwerten. Besondere Leckermäuler trinken den Tee auch pur. Den Rest stehen lassen und mit der nächsten Mahlzeit geben bis alles aufgebraucht ist. Bitte nur reine Kräuter- und Früchtetees ohne zugesetzte Aromen verwenden.

8. Am Straßenrand: Löwenzahn

Löwenzahn beinhaltet viele gute Dinge für den Hund. Beim Gassigehen einfach am Straßenrand ein, zwei junge Blätter pflücken. Gut abwaschen, klein hacken und unter das Futter mischen oder mit einem Löffel Joghurt geben.

9. Eigelb

Eignet sich hervorragend als kleiner Snack zwischendurch und wird von den meisten Hunden genüsslich geschleckert.

10. Sommerzeit = Beerenzeit

Vielleicht habt Ihr das Glück, dass in Eurer Nähe Brombeersträucher wachsen. Ein paar reife Beeren pflücken. Falls Ihr keine in der Nähe habt, aber gerne Beeren esst, haben Ihr bestimmt Reste übrig, die Ihr selber nicht verwertet. Diese mit der Gabel zerdrücken, unter Hüttenkäse mischen, ein wenig Olivenöl hinzufügen und kaum ein Hund wird widerstehen können.

Wir wünschen viel Spaß beim Nachmachen!

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